10. Januar 2011

Fotos vom Neujahrs-Event mit Sifu Jan-Holger Nahler

Allgemein,Training — Michel Pougin @ 23:21

Unser Tae Kwon Do Kurs nimmt regelmäßig an Veranstaltungen von anderen Kampfsportarten/Kampfkünsten teil. Sinn und Zewck ist es die Schwerpunkte und Prinzipien anderer Kampfsportarten kennen zu lernen und bei jedem Exkurs neue Techniken zu erlenen und zu den eigenen hinzuzufügen. Letztendlich soll auch der Respekt gegenüber anderen Kampfsportarten gefördert werden.

Der diesjährige WingTsun Neujahrsevent stand unter dem Thema Gleichgewicht und Körpergefühl. Bewusstes Ausweichen eines ankommenden Schlages oder Messerstiches mit anschließendem Konterschlag. Wichtig war hierbei den Gegner seine Bewegung ausführen zu lassen anstatt ihm mit Kraft entgegenzuwirken. Eine Hand kontert mit einem Schlag zum Hals, die andere Hand berührt die gegnerische angreifende Hand zum Schutz. An dieser Stelle sei noch einmal erwähnt, daß man (wenn möglich) lieber weglaufen sollte, wenn man mit einem Messer bedroht wird.

Wir beim Tae Kwon Do lernen starre Blöcke, die mit Kraft geschlagen werden. Man bricht praktisch den Schlag des Gegners und kontert gleichzeitig selber mit einem Schlag. Dafür muss man aber sehr schnell sein. Was ist, wenn der Gegener bereits zu nah ist und Blocken keinen Sinn mehr macht. Genau hier ist es sinnvoll auszuweichen, den Gegner seine Bewegung ausführen zu lassen und dann geschickt zu kontern. Bei der Selbstverteidigung soll man stets offen sein für andere Techniken aus anderen Kampfsportarten. Es gibt Situationen, da funktioniert ein Block+Schlag sehr gut, es gibt Situationen, da ist Ausweichen+Schlag sinnvoller. Um für möglichst viele Situationen gerüstet zu sein, sollte man sich beide Prinzipien aneingnen.

Bei einer realen Selbstverteidigungssituation ist es nie wie beim Training. Sachen stehen herum, wenig Platz, man hat etwas in den Händen, enge Kleidung, zu spätes Erkennen der Situation usw. In solchen unerwarteten Situationen ist es wichtig überhaupt zu reagieren und zwar so, wie es die Situation erlaubt. Ob man letztentlich Fußtechniken, Handtechniken, Blöcke, Ausweichtechniken, Hebel oder Würfe verwendet oder den Gegner Bewirft oder durch Anschreien einschüchtert oder durch Anspucken ablenkt ist egal, Hauptsache es funktioniert. Und dafür muss man regelmäßig üben und die Techniken bis zum Reflex einstudieren, dann wird man damit auch erfolgreich sein.

Wichtig ist es zu erkennen welche Techniken einem selbst liegen und welche nicht. Hör auf deinen Körper und arbeite mit ihm, nicht gegen ihn. Wenn einem etwas gut liegt, dann funktioniert es auch und es macht gleichzeitig Spaß zu üben. Wenn etwas Spaß macht zu üben, übt man gerne oft. Wenn man oft übt, dann wird man automatisch darin immer besser, bis die Techniken irgendwann richtig sitzten und sie reflexartig angewendet werden können.

Wir bedanken uns bei Sifu Jan-Holger Nahler für den tollen Einblick in die WingTsun-Prinzipien beim Neujahrsevent. Weitere Fotos und Informationen hier.

WingTsun Neujahrsevent 2011.jpg
Foto vom Neujahrsevent 2011 (mit freundlicher Genehmigung von Jan-Holger Nahler).

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